Jedes Jahr, wenn die Temperaturen steigen, lese ich dieselben Fragen:
"Warum frisst meine Katze plötzlich weniger?"
"Soll ich Eiswürfel ins Wasser legen?"
"Ist es normal, dass sie den ganzen Tag nur herumliegt?"
Viele Dinge wirken harmlos – können für Katzen aber schnell zum Problem werden.
Einige Fehler habe ich selbst gemacht. Andere habe ich bei Freunden oder in Katzenforen immer wieder erlebt.
Hier sind die häufigsten.
Diesen Fehler werde ich nie vergessen.
Eine unserer früheren Katzen hatte sich in einem gekippten Fenster eingeklemmt.
Keine Ahnung, wie lange sie dort schon hing.
Ich hörte plötzlich ein jämmerliches Schreien und fand sie hilflos zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel eingeklemmt.
Zum Glück kam ich rechtzeitig.
Seit diesem Tag bleiben gekippte Fenster bei uns tabu, sobald eine Katze unbeaufsichtigt im Raum ist.
Gerade im Sommer möchte man lüften – für Katzen kann das lebensgefährlich werden.
Diesen Fehler mache ich heute kaum noch.
Früher wunderte ich mich oft, warum Miezi plötzlich das Futter nicht mehr wollte.
Dabei war die Antwort ganz einfach.
Im Sommer verdirbt Nassfutter erstaunlich schnell.
Heute liegt unter dem Futternapf eine Kühlmatte. Eigentlich hatte ich sie ursprünglich für einen anderen Zweck gekauft. Irgendwann kam mir die Idee, sie einfach unter den Futternapf zu legen – und seitdem bleibt das Nassfutter deutlich länger angenehm kühl. Natürlich ersetzt das keinen Kühlschrank, aber gerade wenn Miezi lieber mehrere kleine Portionen frisst, finde ich das sehr praktisch.
Steht das Futter trotzdem längere Zeit herum, wird es entsorgt. Aber gerade an heißen Tagen ist das für mich ein einfacher kleiner Trick geworden.
💡 Mein persönlicher Sommer-Hack:
Statt einer speziellen Futter-Kühlplatte nutze ich einfach eine Kühlmatte für Haustiere als Unterlage. Die Matte verwenden wir ohnehin im Sommer – und unter dem Futternapf erfüllt sie gleich einen zweiten Zweck. Wenn dich interessiert, welche wir verwenden: Hier findest du unsere Kühlmatte von ZooRoyal. hier klicken
Diesen Fehler mache ich bis heute manchmal.
Miezi liegt irgendwo herum und ich denke:
"Ach komm, ein bisschen spielen geht doch."
Die Antwort bekomme ich meistens sofort.
Ein genervter Blick.
Oder eine Pfote.
Oder gleich Krallen.
Im Sommer schlafen Katzen nicht ohne Grund mehr.
Der Körper versucht, möglichst wenig Energie zu verbrauchen.
Wenn deine Katze lieber döst, ist das meistens völlig normal.
Dann wird eben später gespielt.
Viele Katzen trinken ohnehin zu wenig.
Bei Hitze fällt das noch stärker ins Gewicht.
Bei uns war der Trinkbrunnen die beste Anschaffung. Das ist unserer: Hier klicken
Nicht nur, weil fließendes Wasser interessanter ist.
Das Wasser bleibt ständig in Bewegung und wirkt dadurch deutlich frischer als ein Napf, der den ganzen Tag in der Wohnung steht.
Seitdem trinkt Miezi sichtbar häufiger.
Diesen Versuch habe ich genau einmal gemacht.
Die Idee klang gut.
Ein bisschen Abkühlung kann ja nicht schaden.
Miezi fand die Eiswürfel sogar spannend.
Leider bekam sie kurze Zeit später Durchfall.
Natürlich muss das nicht jeder Katze passieren.
Trotzdem verzichte ich inzwischen darauf.
Frisches, kühles – aber nicht eiskaltes – Wasser reicht völlig aus.
Viele glauben, auf dem Balkon sei es angenehmer als in der Wohnung.
Das Gegenteil kann passieren.
Vor allem Glasgeländer, Steinboden oder dunkle Fliesen heizen sich in der Sonne extrem auf.
Eine Katze legt sich vielleicht trotzdem hinaus, obwohl die Hitze ihren Kreislauf belastet.
Wenn deine Katze auf den Balkon darf, braucht sie immer Schatten, frisches Wasser und die Möglichkeit, jederzeit wieder in die kühlere Wohnung zurückzugehen.
Miezi hat ihre Lieblingsplätze.
Im Sommer ist das fast immer ihre Kühlmatte.
Manchmal wechselt sie zwischen den kühlen Fliesen und der Matte hin und her. An besonders heißen Tagen liegt sie fast den ganzen Nachmittag darauf.
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass sie die Matte so gut annimmt. Heute gehört sie im Sommer zur festen Ausstattung.
Natürlich kann auch ein schattiger Fliesenboden angenehm sein. Trotzdem würde ich jederzeit wieder eine Kühlmatte kaufen.
👉 Die Kühlmatte, die wir verwenden, findest du hier. hier klicken
Wichtig ist nur: Die Katze sollte selbst entscheiden können, ob sie die Matte nutzen möchte oder lieber einen anderen kühlen Platz aufsucht.
Viele erledigen "nur schnell" noch einen Termin.
Die Katze fährt eben mit.
Dabei wird selbst ein klimatisiertes Auto innerhalb weniger Minuten zur Belastung, sobald man an einer Ampel steht oder kurz anhält.
Noch schlimmer ist ein geparktes Auto.
Schon wenige Minuten können gefährlich werden.
Wenn eine Autofahrt nicht unbedingt nötig ist, verschiebe sie lieber auf kühlere Tageszeiten.
Das ist vermutlich der gefährlichste Fehler.
Viele Katzen schlafen bei Hitze einfach mehr.
Das ist normal.
Gefährlich wird es, wenn zusätzlich Symptome auftreten wie:
starkes Hecheln
Teilnahmslosigkeit
Taumeln
Erbrechen
sehr schneller Atem
glasiger Blick
Viele Halter denken zunächst:
"Sie ist einfach nur müde."
Gerade das kostet manchmal wertvolle Zeit.
Lieber einmal zu früh den Tierarzt anrufen als einmal zu spät.
Hitze lässt sich nicht verhindern.
Aber viele Probleme schon.
Ein paar kleine Veränderungen reichen oft aus:
sichere Fenster
frisches Wasser
kühle Liegeplätze
Futter nicht zu lange stehen lassen
der Katze ihre Ruhe gönnen
Warnzeichen ernst nehmen
Miezi zeigt mir jeden Sommer aufs Neue, dass Katzen meistens selbst ganz genau wissen, was ihnen guttut – wenn wir ihnen die Möglichkeit dazu geben.
Euer Norbert
ÜBER DIE AUTOREN

Das Miezi und Norbert
Miezi ist die heimliche Chefin hier – neugierig, eigensinnig und sehr überzeugend, wenn es um Futter, Lieblingsplätze und Katzenlogik geht.
Norbert beobachtet den Katzenalltag mit viel Geduld und einem Blick für praktische Lösungen. Auf Dasmiezi.com geht es um Katzenzubehör, Katzentoiletten, Beschäftigung, Futter und kleine Alltagshelfer, die das Leben mit Katze einfacher machen können.
Wir schreiben aus echter Katzenerfahrung heraus – mit Freigängern, Katzenklappe, Alltagschaos und dem Wunsch, anderen Katzenhaltern gute, verständliche Orientierung zu geben.
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© Norbert Kammerer
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