Arbeiten mit Katze ist wunderschön. Man ist nie allein. Wirklich niemals.
Kein Text, in dem nicht plötzlich eine geheimnisvolle Buchstabenreihe auftaucht, weil Miezi einmal quer über die Tastatur spaziert ist. Keine Computermaus, die nicht wenigstens einmal kurz vom Schreibtisch auf den Boden gepfeffert wird.
Und natürlich kein Zoom-Meeting, in dem die Katze einfach friedlich auf dem Schoß liegen bleibt.
Schließlich wird sie NIE gestreichelt.
Also klettert sie vom Schoß auf den Hals und von dort möglichst weiter in Richtung Kopf – während man versucht, so zu tun, als sei das eine vollkommen normale Arbeitssituation.
Hat sie es sich endlich auf dem Schoß bequem gemacht, beginnt das nächste Problem: Du möchtest aufstehen.
Vielleicht musst du ins Bad. Vielleicht brauchst du frischen Kaffee. Doch Miezi quittiert bereits die kleinste Bewegung mit einem tiefen Seufzer und einem Blick, der keinen Zweifel daran lässt, wer hier gerade rücksichtslos wessen Ruhe stört.
Genau für solche Situationen gibt es einen Schlafplatz, von dem ich bis vor Kurzem nicht einmal wusste, dass er existiert: ein Katzenbett, das oberhalb des Schreibtisches befestigt wird.
Die Idee ist ebenso einfach wie genial: Die Katze bekommt einen eigenen erhöhten Liegeplatz direkt am Schreibtisch.
Das Katzenbett steht nicht auf der Arbeitsfläche. Es wird mit einer Halterung an der Tischkante befestigt und befindet sich anschließend oberhalb des Schreibtisches. Dadurch bleibt unten Platz für Tastatur, Maus, Unterlagen und den Kaffee, den man hoffentlich trinken darf, bevor er kalt wird.
Miezi ist trotzdem ganz nah bei ihrem Menschen. Sie kann schlafen, beobachten und kontrollieren, ob tatsächlich gearbeitet oder nur wieder nach Katzenzubehör gesucht wird.
Im Grunde handelt es sich um ein kleines Homeoffice für die Katze. Nur ohne Termine, ohne E-Mails und mit deutlich mehr Schlaf.
➡️ Hier kannst du dir die Katzenliege für den Schreibtisch ansehen.
Wenn sich eine Katze auf die Tastatur legt, will sie dich normalerweise nicht absichtlich bei der Arbeit stören. Auch wenn es gelegentlich verdächtig danach aussieht.
Auf dem Schreibtisch findet sie gleich mehrere Dinge, die Katzen mögen:
ihren Menschen
Aufmerksamkeit
einen erhöhten Platz
interessante Bewegungen auf dem Bildschirm
warme Geräte
Papier, auf dem es sich hervorragend liegen lässt
eine Computermaus, die ihren Namen offenbar nicht zufällig trägt
Vor allem aber möchte die Katze häufig einfach in deiner Nähe sein.
Ein Katzenbett am Schreibtisch versucht deshalb nicht, sie auszusperren. Es bietet ihr einen eigenen Platz, von dem aus sie weiterhin am Geschehen teilnehmen kann.
Das von mir entdeckte Modell besitzt eine gepolsterte, runde Liegefläche. Diese sitzt auf einer senkrechten Halterung, die laut Produktbeschreibung ohne Bohren am Schreibtisch befestigt wird.
Die Höhe lässt sich verstellen und die Liege kann gedreht werden. So kann sie passend zum Arbeitsplatz ausgerichtet werden.
Das Bett befindet sich oberhalb der Tischfläche. Die Katze liegt dadurch erhöht und hat ihren Menschen, den Bildschirm und wahrscheinlich auch jede Bewegung der Computermaus bestens im Blick.
Gerade an einem kleinen Schreibtisch ist das interessant: Die Katze bekommt einen gemütlichen Platz, ohne dass dafür ein zusätzliches Katzenbett auf dem Boden oder auf der Arbeitsfläche stehen muss.
Die Schreibtischliege könnte besonders gut zu Katzen passen, die:
beim Arbeiten immer in deiner Nähe sein möchten
regelmäßig auf der Tastatur liegen
erhöhte Schlafplätze lieben
gern alles beobachten
häufig auf dem Schoß sitzen
neugierig auf den Bildschirm schauen
keinen wichtigen Arbeitsschritt unkontrolliert lassen möchten
Eine Katze, die lieber ungestört in einer dunklen Kuschelhöhle schläft, wird von diesem offenen Beobachtungsposten möglicherweise weniger begeistert sein.
Aber wer seine Katze regelmäßig vom Laptop, dem Schreibtischstuhl oder den Unterlagen pflücken muss, dürfte gute Chancen haben.
Das wäre natürlich der Traum.
Garantieren kann es niemand. Katzen sind schließlich dafür bekannt, dass sie selbst entscheiden, welcher Platz der richtige ist. Das kann das teure Katzenbett sein – oder der Karton, in dem es geliefert wurde.
Die Schreibtischliege hat aber einen entscheidenden Vorteil: Sie befindet sich genau dort, wo die Katze ohnehin sein möchte. In deiner Nähe und mitten im Geschehen.
Damit dürfte sie interessanter sein als ein Katzenbett, das weit entfernt in einer stillen Zimmerecke steht.
Möglicherweise gehört die Tastatur anschließend tatsächlich wieder dir. Zumindest zeitweise.
So niedlich die Idee ist: Die Sicherheit der Katze geht vor. Vor dem Kauf und bei der Montage solltest du deshalb einige Punkte überprüfen.
Nicht jede Tischplatte hat dieselbe Stärke. Auch Rahmen, Schubladen oder Verstrebungen unter dem Tisch können die Befestigung erschweren.
Prüfe deshalb die Maßangaben des Herstellers und schau dir genau an, wie und wo die Klemme angebracht werden muss.
Achte unbedingt auf die angegebene Belastbarkeit. Das gilt besonders bei großen und schweren Katzen.
Die Liege muss nicht nur das Gewicht der ruhig schlafenden Katze tragen. Sie sollte auch stabil bleiben, wenn Miezi mit etwas mehr Schwung hineinspringt.
Nach der Montage darf die Halterung nicht wackeln, verrutschen oder sich langsam von der Tischkante lösen.
Überprüfe die Befestigung regelmäßig. Das ist besonders wichtig, wenn die Liege häufig gedreht oder in der Höhe verstellt wird.
Die Liege sollte so positioniert sein, dass deine Katze sie bequem erreichen und wieder verlassen kann. Gefährliche Sprünge über Kabel, heiße Lampen oder instabile Geräte sollten nicht nötig sein.
Wo eine Katze schläft, sammeln sich Haare. Viele Haare.
Ein abnehmbares und waschbares Polster erleichtert deshalb die Reinigung erheblich.
Manche Katzen beziehen ein neues Bett, bevor der Mensch die Verpackung entsorgt hat. Andere betrachten es mehrere Wochen lang, als handele es sich um eine ausgesprochen verdächtige Anschaffung.
Wenn deine Katze die Schreibtischliege zunächst ignoriert, kannst du sie vorsichtig interessanter machen:
Lege eine vertraute Decke hinein.
Gib ein Kleidungsstück mit deinem Geruch dazu.
Belohne freiwilliges Erkunden mit einem Leckerli.
Stelle die Liege so ein, dass deine Katze dich gut sehen kann.
Lass ihr Zeit und setze sie nicht gegen ihren Willen hinein.
Bei Miezi hat damals schon ein einfacher Standortwechsel geholfen. Ihr Katzenbett wurde erst wirklich interessant, als ich es unter die Heizung schob. Manchmal ist nicht das Bett falsch – sondern nur der Platz.
Ich habe diese Schreibtischliege selbst nicht ausprobiert. Deshalb kann ich nicht beurteilen, wie stabil genau dieses Modell im täglichen Gebrauch ist und ob jede Katze es annimmt.
Die Idee finde ich trotzdem ausgesprochen clever.
Die Liege löst nämlich gleich mehrere typische Probleme im Homeoffice: Die Katze kann in der Nähe ihres Menschen bleiben, bekommt einen erhöhten Beobachtungsposten und blockiert dabei nicht zwangsläufig die gesamte Arbeitsfläche.
Ob Miezi deshalb nie wieder über die Tastatur läuft, die Maus auf den Boden wirft oder während eines Zoom-Meetings auf deinen Kopf klettert?
Vermutlich wäre dieses Versprechen selbst für die beste Katzenliege etwas zu gewagt.
Aber vielleicht kannst du wenigstens wieder aufstehen und dir einen frischen Kaffee holen – ohne vorher die Katze vom Schoß verhandeln zu müssen.
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Viel Erfolg.
Norbert und das Miezi
Miezis kleiner Hinweis: Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas bestellst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich – und Miezi kann schon einmal von neuen Leckerlis träumen.
ÜBER DIE AUTOREN

Das Miezi und Norbert
Miezi ist die heimliche Chefin hier – neugierig, eigensinnig und sehr überzeugend, wenn es um Futter, Lieblingsplätze und Katzenlogik geht.
Norbert beobachtet den Katzenalltag mit viel Geduld und einem Blick für praktische Lösungen. Auf Dasmiezi.com geht es um Katzenzubehör, Katzentoiletten, Beschäftigung, Futter und kleine Alltagshelfer, die das Leben mit Katze einfacher machen können.
Wir schreiben aus echter Katzenerfahrung heraus – mit Freigängern, Katzenklappe, Alltagschaos und dem Wunsch, anderen Katzenhaltern gute, verständliche Orientierung zu geben.
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© Norbert Kammerer
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